Erstmals in Bielefeld: Verlesung von knapp 2.000 Namen

Schoa-Gedenktag am 24. April

Dimension der Verbrechen deutlich machen
 
Irith Michelsohn von der jüdischen Kultusgemeinde: „Uns ist dabei wichtig, diesen Tag als jüdischen Gedenktag in der Stadt zu begehen und damit die Dimension der unbegreiflichen Verbrechen deutlich zu machen. Wir möchten, dass die Namen der Ermordeten nicht in Vergessenheit geraten.“

Gemeinsam mit Superintendentin Regine Burg hat sie vor über einem Jahr den Arbeitskreis ins Leben gerufen. „Wir wünschen uns daher, dass möglichst viele Bielefelderinnen und Bielefelder mit uns diesen Tag als Gedenktag am Rathaus begehen“, so Burg, und weiter: „Wir glauben, dass wir die Gegenwart und Zukunft nur gestalten können in der lebendigen Erinnerung an das, was damals an furchtbarer Grausamkeit auch mitten in unserer Stadt geschehen ist.“

Seit vielen Jahren bereits gibt es eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der jüdischen Kultusgemeinde und dem Evangelischen Kirchenkreis Bielefeld. Die gemeinsamen Erinnerungstage am Mahnmal am Bahnhof sind dafür ein weiteres Zeichen. Martin Decker von der „Initiative Mahnmal“ (ehem. Friedensgruppe der Altstädter Nicolaigemeinde): „Seit der Errichtung des Mahnmahls, für das wir damals 1840 Namen recherchiert hatten, haben sich neue Quellenlagen ergeben. So können wir heute relativ verlässlich die Namen von 1937 Namen verlesen, die von Bielefeld aus deportiert wurden.“

Die Gedenkveranstaltung am 24. April findet auf dem Platz zwischen dem alten und neuen Rathaus statt und beginnt um 15 Uhr mit einer Information über den Gedenktag und einem Grußwort von Oberbürgermeister Pit Clausen. Anschließend folgen die Namenslesungen. Sie werden zu jeder vollen Stunde unterbrochen durch Kurzinformationen zum Gedenktag und zu einzelnen Vernichtungslagern. Am Ende der Lesungen, gegen oder nach 20 Uhr, endet die Veranstaltung mit dem jüdischen Heiligungsgebet, dem Kaddisch. Wer einen Teil der Namen lesen möchte, kann sich vor Ort an Vertreter der jüdischen Kultusgemeinde oder des Evangelischen Kirchenkreises wenden.

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