Gemeindeversammlung der Kirchengemeinde Altenhagen

Ein Standort mit Zukunft

Pfarrer Udo Schneider (l) und Presbyter Meik Willner
mit der Machbarkeitsstudie vor dem jetzigen Gebäudeensemble.

Das Presbyterium steht seit Jahren vor der Frage, wie der jährliche Haushalt der Gemeinde aufgestellt werden kann. Finanzielle Spielräume gibt es schon lange nicht mehr. Trotz Sonderzuweisungen aufgrund höherer Kirchensteuereinnahmen, verstärkter Eigeninitiative durch Vermietungen von Räumen, freiwilligem Kirchengeld und anderen Maßnahmen übersteigen die Kosten allein für Gebäude und (bereits reduziertes) Personal die jährlichen Gesamteinnahmen.

Vor diesem Hintergrund hatten Kirchenkreis und Gemeindeleitung gemeinsam eine Machbarkeitsstudie verabredet. Grundlage hierfür sind drei Parameter, die gemeinsam zu betrachten sind unter der verbindlichen Maßgabe, den gemeindlichen Standort Altenhagen zu erhalten. Erstens: Deutliche Reduzierung der Unterhaltungskosten (derzeit über zwanzigtausend Euro jährlich); zweitens: Anpassung an die künftige Gemeindegliederzahl (derzeit unter 2.000) und drittens gemeindekonzeptionelle Überlegungen, da der Pfarrstelleninhaber Mitte 2019 in den Ruhestand gehen wird.

Die nun vorgestellte Studie, die kein fertiger und „in Stein gemeißelter Entwurf“ ist, geht davon aus, dass mit einer deutlich erweiterten Wohnbebauung auf dem Gemeindegelände dauerhaft Erträge generiert werden, um mehr in die Gemeindearbeit statt in die Gebäudeerhaltung investieren zu können. Das hat zur Folge, dass der Kirchraum abgerissen wird sowie Teile des Gemeindehauses. In der maximalen Neubebauung könnten 17 Wohnungen entstehen, die vermietet werden. Der ortsteil-prägende Turm bleibt danach erhalten, ihm beigeordnet würde ein neuer, deutlich kleinerer und multifunktional nutzbarer Gemeinderaum entstehen. Nach diesem Modell lägen die jährlichen Bauunterhaltungskosten bei etwa dreitausend Euro.

Dass solch radikale Veränderungen bei vielen Gemeindegliedern deutlichen Unmut und Unverständnis nach sich ziehen würden, damit hatten die Verantwortlichen in der Gemeindeleitung gerechnet. Schneider: „Vielen von Ihnen geht es jetzt so wie uns im Presbyterium, als wir die Machbarkeitsstudie das erste Mal in Händen hielten.“

Zusammen mit Presbyter Meik Willner machte Udo Schneider aber auch deutlich, dass jetzt gehandelt werden müsse und lud alle Gemeindeglieder ein, sich aktiv an diesem Prozess zu beteiligen. So soll bei der nächsten Zukunftswerkstatt der Gemeinde am 23. März um 18 Uhr über die Größe des geplanten Gemeinderaums ebenso gesprochen werden wie über mögliche Baualternativen samt deren Kostenberechnungen.

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