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Stiftung aktuell | |
Stiftertreffen in der Neustädter Marienkirche
„Kirchen sind Orte der Besinnung und Ermutigung“
 |  | | In der Neustädter Marienkirche gibt es viele Schätze zu bestaunen. |
Für Peter Salchow ist die Neustädter Marienkirche viel mehr als ein kunstvoll errichtetes Gebäude mit einer langen Geschichte. Auch wenn er genau diese Aspekte bei seiner Kirchenführung in vielen Details und plastischen Beschreibungen ausführt. Die Art und Weise ist es, die die Zuhörer in ihren Bann zieht. Mit Herz und Verstand, mit Leib und Seele ist er dabei. Zeigt kleine Details an großen Kirchensäulen, verweist mit Witz und manchmal Ironie auf Verbindungen zwischen Stadt- und Kirchengeschichte.
„Kirchen sind Orte, die Sinn eröffnen und zum Leben helfen, Orte der Gastfreundschaft und Zuflucht. Sie sind Räume, die Glauben symbolisieren, Erinnerungen wach halten, Zukunft denkbar werden lassen, Beziehungen ermöglichen: zu sich selbst, der Welt und Gott“, zitiert Superintendentin Regine Burg in ihrer Begrüßung eine Denkschrift der EKD. Vielleicht ist es genau diese Erfahrung, die Menschen wie Peter Salchow gemacht haben und die sie nun anderen zuteilwerden lassen.
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| Raum für Kreativität in der Kindertageseinrichtung
Malspiel und Schaffenslust
 |  | | Voll dabei: Moriel (5) ist ganz in ihrem Malspiel versunken. |
Am Malort: der schützende Raum, 18 leuchtende Farben auf einem Palettentisch,
weiche Pinsel, pro Kind ein großes weißes Blatt, befestigt an einer Holzwand.
Das Malspiel: du darfst malen, was du möchtest. Und wie du möchtest: mit dem
dicken Pinsel oder dem dünnen, mit einem Finger oder mit der ganzen Hand. Neues
ausprobieren, wenn du Lust darauf hast. In den Farben, die dir gefallen. Und
niemand wird dich dabei stören und dir sagen, dass deine Kreise nicht rund genug
sind, oder deine Blumen nicht bunt genug, oder dass dein Haus noch ein Fenster
braucht.
Raum und Zeit für Kreativität und schöpferische Prozesse – oft kommt das
bereits im Kita-Alltag zu kurz. Grund genug für Christine Kandler vom Referat
für Kindertageseinrichtungen des Evangelischen Kirchenkreises Bielefeld, diesem
Thema eine ganze Fortbildung zu widmen. Zehn Erzieherinnen aus fünf
evangelischen Kitas waren in diesem Zusammenhang seit Ende Februar „der
Kreativität auf der Spur“. Referentin Eva Hoffmann führte sie in die Methode und
die Philosophie des Ausdrucksmalens nach Arno Stern ein. „Indem eine Person sich
dem von außen Kommenden entzieht und sich auf sich selbst konzentriert – nur auf
das Eigene – trifft sie auf das Unberührte in den Tiefen ihres Wesens“, ist
dieser überzeugt. mehr >
| 7. Stiftungsgeburtstag in der Jugendkirche luca
Jugendliche stellen Projekte vor
 |  | Gespräche mit Jugendlichen: Interessierte Stifter sprechen bei einer
Tasse Tee mit Jugendlichen in der Jugendkirche luca.
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Jedes Jahr lädt die „Evangelische Stiftung Kirche für Bielefeld“ Stifterinnen
und Stifter zu einer Stiftungsfeier ein. Dabei werden besondere Arbeitsbereiche,
Gebäude oder Projekte im Evangelischen Kirchenkreis Bielefeld vorgestellt.
In diesem Jahr wurde in die Jugendkirche luca in der Gunststraße eingeladen.
Nach einer Begrüßung durch die Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung,
Superintendentin Regine Burg, und Stiftungsvorstand Klaus-Peter Johner,
übernahmen ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Jugendkirche
luca und aus der Jugendarbeit die Regie. Mit modernster Technik informierten sie
die Stifterinnen und Stifter über Projekte in der Jugendkirche
luca. mehr >
| Vorgestellt: Der Stiftungsfonds für Kirchen unter Denkmalschutz
Lieb und teuer
 |  | Denkmalschutz im Fokus: Stiftungsvor-
stand Klaus-Peter Johner (li.) und
Neustädter Kirchmeister Peter
Salchow im Gespräch über das renovierte
Ostfenster der Neustädter Marien-
kirche, das im Hintergrund
zu sehen ist. |
Denkmalschutz ist teuer. Und gleichzeitig eine verantwortungsvolle Aufgabe.
14 Kirchen aus dem Kirchenkreis Bielefeld stehen auf der Denkmalliste des Landes
NRW. Außerdem gibt es Kunstschätze wie Altäre und Retabel, Buntglasfenster und
Wandmalereien. Diese Kirchen und Schätze faszinieren Menschen immer wieder. Sie
machen über ihre Symbolik und Ausgestaltung viele biblische und
theologische, historische und kunstgeschichtliche Aussagen. Besondere Sorgfalt
gilt daher bei der Unterhaltung und Pflege dieser Bestände.
Zeitgleich mit der Gründung der „Evangelischen Stiftung Kirche für Bielefeld“
im November 2003 richtete der Kirchenkreis Bielefeld einen Stiftungsfonds für
die denkmalgeschützten Kirchen ein und stattete ihn mit 1 Million Euro aus. Die
Ausschüttungen dieses Kapitalstocks fließen seitdem in Projekte des kirchlichen
Denkmalschutzes. „Wir haben dieses Geld mit der Zustimmung der Kreissynode aus
dem Baufonds in die Evangelische Stiftung übertragen“, erinnert sich
Verwaltungsleiter und Stiftungsvorstand Klaus-Peter Johner. Dass es damit dem
Verbrauch entzogen ist, bewertet er als „wegweisend“. mehr >
| Vorgestellt: Der Thomasfonds der Stiftskirchengemeinde Schildesche
Ein Erbe aus der Thomasgemeinde
 |  | Kinderkantorei in Aktion: Das Musical „Conni und das
Geheimnis der Koi“ wurde im Juli in der Stiftskirche
Schildesche aufgeführt. Auch hier kamen die schnurlosen
Mikrofone zum Einsatz, die aus Stiftungsgeldern
angeschafft wurden. |
Eigentlich wollten die Mitglieder der Thomasgemeinde einen neuen Glockenturm.
Der alte Turm, der neben der 1956 errichteten Kirche stand, musste 1976 wegen
Baufälligkeit abgerissen werden. In der Gemeinde wurden Spenden gesammelt und
zahlreiche Überlegungen für einen Neubau angestellt, die jedoch scheiterten.
Stattdessen wurde der Gemeinde im Jahr 2000 vom Evangelischen Johanneswerk, das
auf dem Gebiet der Kirchengemeinde liegt, ein hölzerner Glockenturm gespendet.
Anfang 2007 fusionierte die Thomasgemeinde mit der Stiftskirchengemeinde
Schildesche. Heute steht auch die Thomaskirche nicht mehr. Die Gelder für den
Glockenturm gibt es jedoch immer noch, und zwar in Form des Thomasfonds unter
dem Dach der „Evangelischen Stiftung Kirche für Bielefeld“. „Das Geld – immerhin
rund 110.000 Euro – bleibt also dauerhaft erhalten und unterstützt die aktive
Arbeit aller Gruppen und Kreise in der Kirchengemeinde Schildesche“, erklärt
Martin Féaux de Lacroix. Zufrieden stellt der ehemalige Thomas-Pfarrer fest,
dass seine alte Gemeinde nicht als Bittstellerin nach Schildesche gegangen ist.
Aber auch in der neuen Schildescher Stiftsgemeinde mit etwa 7.200 Mitgliedern
muss Kirchmeisterin Christa Bublitz spitz rechnen, damit der Gemeindehaushalt
stimmt. mehr >
| Vorgestellt: Die Stiftungsfonds der Kirchengemeinde Hoberge-Uerentrup
Danken und Gedenken
 |  | Gemeinde für Jung und Alt: Ausflüge mit den jungen
Familien der Kinderkirche zum Erzbergwerk
Kleinenbremen oder mit den Senioren zur Landes-
gartenschau sind bereichernde Aspekte im Gemeinde-
leben von Hoberge-Uerentrup, die von Stiftungs-
erträgen mitfinanziert werden. |
Aus heutiger Sicht wurden die ersten Grundlagen für eine Stifterkultur in der
Kirchengemeinde Hoberge-Uerentrup schon vor Jahrzehnten gelegt. Lina Halbrock
stiftete seinerzeit das Grundstück, auf dem 1965 die Markuskirche
erbaut wurde. Damit der Name dieser Wohltäterin in der Gemeinde wach
gehalten wird, errichteten ihre Nachkommen 2008 den „Lina-Halbrock-Fonds“, der
von der „Evangelischen Stiftung Kirche für Bielefeld“ betreut wird. Die Erträge
daraus beleben nun ein zwietes Mal das kirchliche Leben in Hoberge-Uerentrup,
das Lina Halbrock damals mitbegründete.
Auch der Zweite Weltkrieg hinterließ seine Spuren: August-Wilhelm, das
einzige Kind der Eheleute Wilhelm und Maria Blase, galt als verschollen. In der
Amtszeit von Pfarrer Fritz Kassebrock in den Fünfzigerjahren erhielt die
Kirchengemeinde ein treuhänderisches Legat für den Besitz der Eheleute,
verbunden mit einer Rückfallklausel bei der Rückkehr von Dr. August-Wilhelm
Blase, auf die man immer noch hoffte. Da er nicht heimkehrte und 2002 für tot
erklärt wurde, war die Kirchengemeinde Erbe dieses Vermögens. mehr >
| Vorgestellt: Der Stiftungsfonds der Kirchengemeinde Schröttinghausen
„Für Dinge von unmittelbarem Nutzen“
 |  | Engagiert für Schröttinghausen: Marianne Voigt (li.) und
Renate Althoff zeigen Gesangbücher im Großdruck, die aus
den Erträgen des gemeindlichen Stiftungsfonds bei der
„Evangelischen Stiftung Kirche für Bielefeld“ angeschafft
wurden. |
Viele kennen das: um der stimmungsvollen Atmosphäre willen ist die Kirche
nicht besonders hell ausgeleuchtet und die Lesebrille, die man eigentlich
einstecken wollte, liegt zuhause. Da hat man beim Lesen der normalen Ausgabe des
Gesangbuchs schon mal das Nachsehen. Wie gut, wenn dann – wie in der
Arche-Noah-Kirche in Schröttinghausen – Gesangbücher im Großdruckformat
bereitliegen.
Die Anschaffung dieser Großdruck-Ausgaben, die immerhin 40 Euro pro Stück
kosten, finanzierte die Kirchengemeinde Schröttinghausen aus den Erlösen ihres
Stiftungsfonds bei der „Evangelischen Stiftung Kirche für Bielefeld“. „Wir legen
Wert darauf, Dinge anzuschaffen, die für die Gemeinde von unmittelbarem Nutzen
sind“, erklärt Marianne Voigt, die sich im Auftrag des Schröttinghauser
Presbyteriums besonders um den Stiftungsfonds und die Spenden
kümmert. mehr >
| Vorgestellt: Die Evangelische Stiftung Kirche für Bielefeld
Gemeinsam Verantwortung übernehmen
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Im November 2003 war es soweit: nach intensiver Vorarbeit in Arbeitsgruppen
und Kreissynode, und nach ausführlichen Verhandlungen mit dem Landeskirchenamt
wurde die „Evangelische Stiftung Kirche für Bielefeld“ als selbstständige
kirchliche Stiftung aus der Taufe gehoben. Außerhalb und zusätzlich zu den
bestehenden Formen sollen hierdurch Spender und Unterstützer für die Arbeit der
evangelischen Kirche in Bielefeld gewonnen werden. Vier thematische Schwerpunkte
spielen dabei eine besondere Rolle: kirchliche Baudenkmäler, Kirchenmusik, die
Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, sowie die Arbeit mit älteren Menschen. Der
Kirchenkreis fungierte als Gründungsstifter und widmete dem kirchlichen
Denkmalschutz 1 Million Euro. Die Erträge dieses Kapitals werden projektbezogen
ausgeschüttet. „Wenn ich sehe, wohin sich der kreiskirchliche Baufonds
entwickelt, war das eine wegweisende Entscheidung“, so Stiftungsvorstand
Klaus-Peter Johner.
Zusätzlich zu diesen eigenen Schwerpunkten bietet die „Evangelische Stiftung
Kirche für Bielefeld“ Kirchengemeinden, Privatpersonen und kirchlichen
Einrichtungen die Möglichkeit, sich mit eigenen Stiftungsfonds unter diesem
gemeinsamen Dach zu engagieren. mehr >
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