Kreissynode kam erst im sechsten Wahlgang zu einer Entscheidung

Christian Bald wird neuer Superintendent in Bielefeld

Bereits im Vorfeld der Synode vermuteten viele der anwesenden Synodalen, dass es zu einer knappen Entscheidung kommen würde. Sowohl Michael Mertins als auch Christian Bald, so mehrere Synodale, wären jeweils sehr gut geeignete Bewerber um das Amt, man könne sich beide mit ihren durchaus unterschiedlichen Akzenten und Qualitäten sehr gut vorstellen.

Dieser Eindruck bestätigte sich auch nach den Vorstellungsreden der beiden am Vormittag der Synode. Nach der Mittagspause um 14 Uhr wurde daher das Ergebnis des Wahlgangs mit Spannung erwartet. Für die Wahl zum Superintendenten ist laut Kirchengesetz nicht die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen erforderlich, sondern die Mehrheit der Stimmen des verfassungsmäßigen Mitgliederbestands der Synode. Dieser liegt in Bielefeld derzeit bei 123 Synodalen, daher musste einer der beiden Bewerber mindestens 62 Stimmen erhalten.

Im ersten Wahlgang, bei dem 111 Synodale anwesend waren, lag Michael Mertins mit 58 Stimmen vorne, Christian Bald erhielt 49 Stimmen, es gab drei Enthaltungen. Ein zweiter Wahlgang schloss sich an. Dessen Ergebnis leitete Superintendentin Burg mit den Worten ein: „Ostwestfalen sind beständig und verlässlich. Identische Stimmenzahl wie zuvor.“

Nach einer kurzen Kaffeepause und Austausch untereinander schloss sich ein weiterer Wahlgang an, bei dem sich beide Kandidaten in der Stimmenzahl annäherten (55/53). Auch die weiteren beiden Wahlgänge brachten, unterbrochen von einer ersten nichtöffentlichen Diskussion unter den Synodalen, keine Mehrheit für einen der Bewerber (55/54 und 55/56), jedoch gab es jetzt keine Enthaltungen mehr.

Da nach der fünften Abstimmung die Wahl zu scheitern drohte – und damit keiner der beiden nach Ansicht der Synodalen geeigneten Kandidaten zum Superintendenten gewählt würde – schloss sich eine ausführliche zweite, nichtöffentliche Debatte an. Dabei war der Wille der Mitglieder der Kreissynode deutlich spürbar, in einem konsensorientierten synodalen Austausch ein Meinungsbild zu erhalten, welcher von den beiden Kandidaten für die Mehrheit wählbar sei. Also auch für die, die bisher einem anderen Bewerber ihre Stimme gegeben hatten.

So kam es nach gut vier Stunden Wahlmarathon zum sechsten und entscheidenden Wahlgang, bei dem Christian Bald 73 Stimmen erhielt und Michael Mertins 35. Nach der erfolgreichen Wahl bedankte sich Superintendentin Burg ausdrücklich bei beiden Kandidaten für „ihre Geduld in diesem für alle Beteiligten höchst spannenden wie anstrengenden Verfahren“. Die Synodalen dankten mit sehr langem Applaus sowohl dem unterlegenen Kandidaten Michael Mertins wie dem neu gewählten Superintendenten.

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