Unsere pädagogischen Grundsätze

Der situationsorientierte Ansatz

Wir wollen im Kinderhaus Kindern die Möglichkeit geben, Erlebnisse und Erfahrungen und die damit verbundenen Gefühle „aufzuarbeiten“, damit sie gegenwärtige und zukünftige Situationen bewältigen können. Dadurch entwickeln Kinder eine emotionale Stabilität - das unerschütterliche Gefühl: „Ich bin in der Welt angenommen und willkommen.“ Das ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine positive kindliche Entwicklung.
 
Ein weiteres wichtiges Merkmal des situationsorientierten Ansatzes ist es, Sinnzusammenhänge herzustellen zu dem, was Kinder wirklich beschäftigt, was sie berührt, was sie spüren – oder anders ausgedrückt: Nicht Lernen des Lernens wegen steht im Vordergrund, sondern das Erfahren von Sinnzusammenhängen, bei dem Lernen geschieht, also Lernen als Folge des aktiven Tuns.
 
Der Kindergarten ist damit nicht der Ort, an dem Kinder an erster Stelle kognitiv gefördert werden, sondern an dem die Grundlagen für kognitives Lernen erweitert werden. Der spätere Erfolg des schulischen Lernens hängt u.a. davon ab, wie intensiv Kinder Neugierde entwickeln konnten und erfahren haben, dass ihre Fragen wichtig und von Bedeutung sind.
 
Wir wollen Kinder nicht mit Beschäftigungen überschütten, sondern ihnen im weitesten Sinn Räume eröffnen, nicht Anordnungen geben, sondern Raum schaffen für Ideen und Experimente der Kinder. Nur so entsteht ein flexibles, problemlösendes Denken, das auf wirklichem Verständnis beruht. So kann Spaß am Lernen entstehen.
 

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