Die Bielefelder Weihnachtsgeschichte

 

 

Das Weihnachtsevangelium nach Lukas mit Motiven aus Bielefelder Kirchen

„Es begab sich aber zu der Zeit…“


Fast 2000 Jahre ist sie alt, die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium und doch ist sie auch heute vielen Menschen vertraut und kostbar.
Warum ist das so? Hier lesen Sie mehr:

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Vorhang auf für das große Geheimnis!


Und im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott gesandt in eine Stadt in Galiläa, die heißt Nazareth, zu einer Jungfrau, die vertraut war einem Mann mit Namen Josef vom Hause David; und die Jungfrau hieß Maria. Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Sei gegrüßt, du Begnadete! Der Herr ist mit dir!
Sie aber erschrak über die Rede und dachte: Welch ein Gruß ist das?
Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria! Du hast Gnade bei Gott gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben. Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben.
 

 „Maria, du bekommst ein Kind.“ Der Braunschweiger Madonnenmeister, der um 1500 auch den Schnitzaltar in Schildesche geschaffen hat, setzt diese „Eröffnung“ des Engels Gabriel an Maria bildlich um.

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Wunderbares Gotteskind


Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, da ich doch von keinem Manne weiß? Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden. Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, ist auch schwanger mit einem Sohn, in ihrem Alter, und ist jetzt im sechsten Monat, sie, von der man sagt, dass sie unfruchtbar sei. Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich. Maria aber sprach: Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast. Und der Engel schied von ihr.

Wie auf einem 3D-Ultraschallbild zeigt die Glaskünstlerin Gabi Weiss 2009 das Wunder der Menschwerdung. Dieses Motiv (Ausschnitt) ist Teil einer Reihe in der katholischen Herz-Jesu-Kirche in Brackwede.

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Geborgenheit in unruhiger Zeit


Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt.
Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das judäische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, darum dass er von dem Hause und Geschlechte Davids war, auf dass er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger. Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.

Die Bielefelder Grafikerin Renate Strasser entwarf die „Szenen aus dem Marienleben“ für ein Glasfenster (1971) in der evangelischen Neustädter Marienkirche. Es zeigt die Heilige Familie nah beisammen, schützend umgeben von einem rosenumrankten Kreis.

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Licht in der Dunkelheit


Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und des Herrn Engel trat zu ihnen,
und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie;
und sie fürchteten sich sehr.

Fritz Mannewitz entwarf die drei Chorfenster der Ev. Pauluskirche (1954).
Zusammen betrachtet, ergeben sie ein riesiges leuchtendes Weihnachtsbild.
Der Ausschnitt zeigt die Verkündigung an die Hirten in der Nacht.

 

 

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Gute Nachricht!


Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.

Die expressionistische Glaskünstlerin Elisabeth Coester entwarf 1937 auch diesen Altarbehang für die evangelische Gemeinde in der Senne. Hergestellt wurde die Stickerei von Frauen aus der Gemeinde.

 

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Die Botschaft der Engel


Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.

Mit Menschen- und mit Engelszungen erklingt das Gotteslob: In der katholischen Jodokuskirche, nah bei der Orgel, findet sich dieses Glasfenster von Wilhelm (Willy) Heiner aus der Zeit um 1960.
 

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"Lasst uns die Geschichte selber sehen!“


Und da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen gen Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat.
Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen.

Nicht in der Krippe liegend, sondern auf Marias weichem Mantelteil strampelnd:
so lebendig und erdverbunden stellt sich der Braunschweiger Madonnenmeister um 1500 im Schildescher Schnitzaltar das neugeborene Jesuskind vor.

 

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Die Geschichte geht weiter!


Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kinde gesagt war.
Und alle, vor die es kam, wunderten sich über die Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten.
Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.

Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.

Die Hirten hatten die Geschichte weiter erzählt, „und alle, die sie hörten, wunderten sich.“ Im Antwerpener Schnitzaltar (1525) in der evangelischen Altstädter Nicolai-Kirche ist neben Maria und einem Engel auch eine unbekannte Person dargestellt: vermutlich der Stifter dieses Kunstwerkes.

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Impulse zum Weiterdenken


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