Kirche aktuell

Thomas Witulski und Markus Hentschel zur neuen Paulusforschung

Theologisches Update: Paulus 2.0


Paulus-Mosaik in der St Sophia Kathedrale in Kiew.
Foto: Wikimedia

Unter dem Titel „Theologisches Update Paulus“ hatten die ostwestfälischen Schulreferate Religionslehrer ins Haus der Kirche nach Bielefeld eingeladen.

Dr. Thomas Witulski, Professor für biblische Theologie an der Universität Bielefeld, gab zusammen mit Dr. Markus Hentschel, Schulreferent des Kirchenkreises Paderborn, den Religionspädagogen einen Einblick in die Paulusforschung der letzten 30 Jahre.

In seinem Vortrag hob Witulski hervor, dass die „neue Perspektive auf Paulus“ seit den 80er Jahren insbesondere die paulinischen Schriften unabhängig von der traditionellen Interpretation von der Rechtfertigung der Glaubenden her erforscht: „Das Luthertum betrachtete das von Martin Luther vor allem anhand seiner Auslegung des Römerbriefs entwickelte Rechtfertigungsverständnis ‚allein aus Glauben‘ als wesentliche Botschaft des Evangeliums und unverzichtbares Fundament der reformatorischen Lehre. Die Auslegung der Schriften des Paulus war hiernach von diesem Vorverständnis bestimmt.“ Dagegen, so Witulski, stelle die „neue Perspektive auf Paulus“ das lutherische Voverständnis in Frage und versuche, die paulinischen Lehren unvoreingenommener und in seinem frühjüdischen Kontext zu analysieren. Dabei gehe es, so der Universitätslehrer, insbesondere darum, inwieweit Paulus das jüdische Gesetzesverständnis grundsätzlich ablehnte und das Christentum als gesetzesfreie Religion begriff.

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Fünf gemeinsame Bekenntnissätze

Ökumenisch verbunden


Die Pfarrerinnen und Pfarrer der evangelischen Gemeinden Stieghorst-
Hillegossen und Ubbedissen und der katholischen St. Bonifatius-
Gemeinde (v.l.) Frank Sieckmann, Jan Lukaszczyk, Doris Henning,
Uwe Surmeier und Bernhard Brackhane, sowie Gemeindepädagoge
Jochen Bunte und Gemeindereferentin Eva-Maria Nolte schlagen
symbolisch das Bekenntnis an die Kirchentür.

Am 16. November feierten Christen in Bielefeld den Buß- und Bettag. Die evangelischen und katholischen Gemeinden in Stieghorst-Hillegossen und Ubbedissen hatten sich dazu zusammen getan. Sie feierten an drei Stationen einen Gottesdienst in ihren Kirchen und haben – als „Ergänzung“ der Thesen Martin Luthers vor 500 Jahren – weitere Thesen als Bekenntnis zur ökumenischen Zusammenarbeit an ihre jeweiligen Kirchentüren anschlagen.

„Nach 500 Jahren konfessioneller Trennung, die viele zur Freiheit im Glauben führte, aber auch eine zum Teil tragische Geschichte der Entzweiung und der Konflikte bewirkte, ergänzen wir, evangelische und katholische Christen in Stieghorst, Hillegossen, Lämershagen und Ubbedissen, zu Luthers 95 Thesen fünf gemeinsame Bekenntnissätze, für die wir im Glauben gemeinsam einstehen“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.

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13. Geburtstag der Evangelischen Stiftung „Kirche für Bielefeld“

Viele gute Gründe, stolz zu sein


Stiftungsvorsitzender Klaus Peter Johner begrüßt die Besucher
des Stiftertages in der Peter-und-Pauls-Kirche Heepen.

„Nicht alles, was zählt, ist zählbar und nicht alles was zählbar ist, zählt“. Mit diesem Zitat begrüßte Klaus Peter Johner, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, die Besucher des Stiftertages mit Gottesdienst, Führung und Orgelmusik am Sonntag, 6. November in der Heeper Kirche.

In seinem Bericht dankte Johner den Stiftern ebenso wie den Mitgliedern von Kuratorium und Vorstand­ für ihr Engagement, denn mit ihrer Unterstützung konnten in den vergangenen zwölf Jahren rund 740.000 Euro an Erträgen erwirtschaftet werden. Ein großer Teil des Geldes kam so in den vergangenen Jahren vor allem dem Erhalt denkmalwerter Kirchen in Bielefeld zugute. Mit einem Stiftungskapital­­ von inzwischen über drei Millionen Euro stehe, so der Vorsitzende, die Stiftung sehr gut da. Das sei „zählbar und zählt auch.“

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Menschen aus Gemeinden und Diensten mit gemeinsamem Mega-Foto

500 Jahre Reformation – Auftakt in Bielefeld


Am Samstag vor dem 499. Reformationstag trafen sich rund 500 Menschen aus den Gemeinden und Einrichtungen des Evangelischen Kirchenkreises Bielefeld auf dem Rathausplatz, um gemeinsam zum Jubiläumsjahr 2017 einzuladen. Ausgestattet mit Schals in der Farbe des Kirchenkreises und dem Motto „Einfach frei – evangelisch in Bielefeld“ bildeten sie eine „500“. Gleichzeitig wurde das Programmheft mit über 70 Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2017 der Öffentlichkeit präsentiert.

Bei ihrer Begrüßung sagte Superintendentin Regine Burg: „Ich freue mich, wenn viele Menschen in Bielefeld einfach frei sind, mitzufeiern. Und wenn so die reformatorische Botschaft in unserer Stadt neu zum Leuchten gelangt!“ Dabei betone Burg, dass von der Reformationszeit bis heute der Glaube ein Geschenk der freien Gnade Gottes sei: „Wir leben allein aus Gnade. Wir müssen uns nicht abmühen, unserem Leben selbst Sinn und Wert zu geben. Bei Gott gilt nicht: Wer bist du? Was kannst du? Was hast du? Was leistest du? Alles was wir sind, was wir können und was wir haben, ist ein Geschenk Gottes. Weil wir von ihm begnadet sind, können wir EINFACH FREI leben.“

Der offizielle Auftakt des Jubiläumsjahres ist am Reformationstag, dem 31. Oktober um 20 Uhr in der Altstädter Nicolaikirche. Der Festgottesdienst findet im Rahmen der Bielefelder Konzerttage statt, es erklingen u.a. Werke von Johann Sebastian Bach; die Predigt hält Superintendentin Regine Burg.

Impressionen von der Auftaktveranstaltung


 

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