„Sie sind sehr tapfer, dass sie dieses Jubiläum feiern“, betont Präses Dr. Adelheid Ruck-Schröder angesichts der vielen Veränderungen in der evangelischen Kirche. Große Veränderungen prägen auch 125 Jahre Geschichte der Martini-Kirchengemeinde in Gadderbaum. „Die zeugt von ihrer Bereitschaft, immer neue Wege zu gehen“ – was nach Überzeugung der Präses zur DNA der Gemeinde gehört.
Mit der Predigt setzte die Präses den geistlichen Schwerpunkt im Jubiläumsgottesdienst am 1. März. Sie stellte die „Hoffnung auf etwas Größeres“ in den Mittelpunkt: „Diese Hoffnung zieht sich durch die Geschichte der Gemeinde. Das braucht die ganze Kirche.“ Es gehe nicht darum, an Strukturen festzuhalten, „sondern dafür zu sorgen, dass sich das Evangelium unter uns verbreitet.“ Und damit Hoffnung, Vertrauen und Frieden.
Zu Beginn des Jubiläumsgottesdienstes hatte Pfarrerin Susanne Stöcker Gemeinde und Gäste in der vollen Stephanuskirche begrüßt. „So viele Lebensgeschichten sind mit den 125 Jahren verbunden“, sagte sie. Nun gelte dafür zu sorgen, dass die Gemeinde weiter so lebendig bleibt wie sie heute ist.
Auch Superintendent Christian Bald gratulierte zum Geburtstag – und fragte, was das Besondere der Gemeinde ausmacht. Eine Antwort: die „Willkommenskultur, die keine Unterschiede macht. Alle Menschen dürfen sich hier willkommen fühlen.“ Eine weitere Antwort: die enge Verbindung von Glauben und Leben. Die Geschichte der Gemeinde mache Mut, betonte der Superintendent: „So viel Veränderung, die reiche Früchte trägt. So gestalten wir Kirche, Sie leben es uns vor.“
Bezirksbürgermeisterin Kerstin Busch hob den Wert der Gemeinde für den Stadtbezirk hervor. „Seit ihrer Gründung ist sie nicht nur ein Ort des Gottesdienstes, sondern auch der Gemeinschaft, des Trostes und der Hoffnung.“ Unzählige Menschen hätten unter ihrem Dach gefeiert, gebetet, getrauert und Hoffnung geschöpft. Und so, da waren sich die Teilnehmenden des Jubiläumsgottesdienstes sicher einig, soll es bleiben.

