Was bedeutet Bio überhaupt? Und was kann die Stadt Bielefeld, aber auch die Kirche zur Förderung von Bio tun? Das waren die zentralen Fragen des Podiumsgesprächs zur Eröffnung der Veranstaltungsreihe „Dialog, Begegnung und Genuss“. Unter dem Motto „Boden, Bibel, Bielefeld“ diskutierten Martin Adamski (Umweltdezernent der Stadt Bielefeld), Bioland-Bäuerin Stephanie Strotdrees und Jürgen Pohlmann vom Verband der evangelischen Kirchenkreise Bielefeld, Gütersloh, Halle und Paderborn unter der Moderation von Andreas Liebold. Jürgen Pohlmann betonte, dass in kirchlichen Einrichtungen verstärkt auf regionale Produkte gesetzt werde – etwa in Kitas oder bei Gemeindefesten. Für ihn zeigt sich darin ein praktischer Beitrag zu Nachhaltigkeit und Verantwortung, der den biblischen Auftrag zur Bewahrung der Schöpfung konkret werden lässt. Auch gäbe es viele Gemeinden, die Boden an Biolandbetriebe verpachten.
Die Biolandwirtin Stephanie Strotdrees schilderte, wie sie gemeinsam mit ihrem Mann einen Hof auf Bio umstellte: „Wir wollen nachhaltig wirtschaften, im Einklang mit der Natur.“ Sie ist überzeugt, dass eine gute Ernährung weltweit Konflikte und Kriege verhindern könnte.
Bielefelds Umweltdezernent Martin Adamski machte darauf aufmerksam, dass bereits 15 % der landwirtschaftlichen Fläche ökologisch genutzt würden. Das Ziel sei es, auf mindestens 30 % zu kommen.
Das Bio-Mobil macht noch bis zum 27. September auf dem Altstädter Kirchplatz Station. Damit endet das EU-Projekt, das seit drei Jahren durch rund 80 Städte tourt und „Landwirtschaft zum Anfassen“ direkt zu den Menschen bringt – mit Aktionen, Kostproben und Informationen rund um Bio.
Weitere Informationen unter: www.regionalbio.eu

