Gut zwei Wochen lang waren Türen der Neustädter Marienkirche von 11.30 bis 14 Uhr geöffnet – nicht nur für ein leckeres kostenfreies Mittagessen. Lange Schlangen bildeten sich vor Beginn der Öffnung am Nordportal bis weit nach 13 Uhr. Durchschnittlich kamen deutlich über 500 Gäste aus allen Teilen der Bielefelder Stadtgesellschaft. An einigen Tagen waren mehr als 600. Geplant hatten die Organisatoren mit 400 bis 450 Gästen. Insgesamt waren über 8.000 Menschen in der Kirche, viel mehr als erwartet. Auch aus diesem Grund fehlen noch rund 10.000 von 100.00 Euro der rein spendenfinanzierten Vesperkirche in diesem Jahr.
Ulrich Wolf-Barnett, Organisationsleiter: „Wir haben bereits in den vergangen Jahren gelernt, bei der Vesperkirche zu improvisieren. In diesem Jahr haben wir recht schnell gemerkt: Wir brauchen mehr Essensportionen. Das ist die eine Seite, und das hat auch gut geklappt. Es zeigt aber auch: Es gibt einen enormen Bedarf in unserer Stadt nach Gemeinschaft, nach Solidarität, nach einem Ort der Begegnung – unabhängig von Alter oder Einkommen. Einem Ort, wo die Würde jedes Menschen zählt.“
Zusammen mit den vielen Freiwilligen – täglich waren es 35 und teilweise deutlich mehr – musste auch an anderen Stellen improvisiert werden. Zum Beispiel an einem Morgen Anfang der Woche, als die Schläuche des Spülmobils aufgrund des Nachtfrosts zugefroren waren. Schnell fand sich eine Gruppe, die im nahegelegenen Gemeindehaus per Hand spülte, bis die Leitungen wieder frei waren.
Viele Eindrücke der Vesperkirche 2025 finden Sie hier im Vesperkirchen-Blog. Spenden (auch online) können Sie gerne hier.

