Im Haus der Kirche trafen sich am vergangenen Donnerstag 78 Synodale und viel interessierte Gäste zur Haushaltssynode des Ev. Kirchenkreises in Bielefeld. Dabei hat die Kreissynode einen richtungsweisenden Beschluss gefasst: Sie beauftragt den Kreissynodalvorstand, Gespräche mit den Kirchenkreisen Gütersloh, Halle und Paderborn aufzunehmen, um die Voraussetzungen und Perspektiven für eine mögliche Verschmelzung der vier Kirchenkreise zu prüfen. Ziel einer Verschmelzung ist es, Synergieeffekte zu nutzen und langfristig nachhaltige Einsparungen zu erzielen. Der Prüfung und der daraus entstehende Diskurs soll in einem überschaubaren Zeitraum erfolgen und sowohl strukturelle als auch organisatorische Fragen umfassen. Über erste Ergebnisse und den weiteren Stand des Prozesses soll spätestens auf der Sommersynode 2026 berichtet werden.
Kreissynode beschließt Haushalt 2026 – Innovation trotz Konsolidierung
Mit einem Gesamtvolumen von 21,3 Mio. Euro hat die Synode den Haushalt für das Jahr 2026 beschlossen. Das Kirchensteueraufkommen 2025 hat numerisch in etwa das Niveau des Vorjahres erreicht und ermöglicht dem Kirchenkreis eine „stabile Seitwärtsbewegung“.
Trotz tarifbedingt steigender Kosten im Personalbereich ermöglichen Konsolidierungsmaßnahmen aus allen Handlungsfeldern sowie Revisionen im Planungsbereich der Haushalte innovative Projekte, wie etwa die Einrichtung eines Segensbüros. Reduziert werden können Aufwendungen insbesondere durch die teilweise Aufgabe von Handlungsfeldern, bzw. die Umverteilung von Aufträgen.
Es gilt daher den begonnenen Konsolidierungskurs nicht zuletzt aufgrund des landeskirchlichen Haushaltssicherungsprozesses und der weiterhin stark zurückgehenden Anzahl der Mitglieder im Kirchenkreis Bielefeld fortzusetzen.
Trotz der landesweit äußerst angespannten Lage im Bereich der Finanzierung der Kindertageseinrichtungen, bleibt das Kita-Referat mit einem eigenen Haushaltsvolumen von rund 34 Mio. Euro mit seinen frühkindlichen Angeboten ein verlässlicher Partner der Stadtgesellschaft.
Neben Haushaltsfragen stand auch eine neue Geschäftsordnung der verbandlichen Jugend auf der Agenda. Die Geschäftsordnung soll auf der nächsten Tagung durch die Synode förmlich anerkannt werden.

