Die Landesregierung stellte daher eine Überbrückungshilfe in Höhe von 100 Millionen Euro zu Beginn des kommenden Jahres und eine Erhöhung der Kindpauschalen im August 2024 in Aussicht. Das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe und die Evangelischen Kirchen in NRW begrüßen diesen Schritt zwar, kritisieren aber deutlich, dass die Pläne zu kurz greifen. Denn die angekündigte Steigerung der KiBiz-Pauschalen um zehn Prozent ist lediglich eine Folge der ohnehin geltenden gesetzlichen Regelungen. Auch die Einmalhilfe in Höhe von 100 Millionen Euro für Kitas in freier Trägerschaft reicht nicht aus, um die Finanzierungslücke bis zur regulären Anpassung der Finanzmittel zum 1. August 2024 flächendeckend zu gewähren.
Melanie Hoffmann, Geschäftsführerin von 28 Kitas in Trägerschaft des Kirchenkreises Bielefeld: „Es ist einerseits erleichternd, dass die Politik damit zeigt, dass sie die Not der Kita-Träger und Kommunen wahrgenommen hat und nach Lösungen sucht. Andererseits ist es sehr fraglich, ob diese Hilfe ausreichen wird, um die hohen Tarifsteigerungen zu refinanzieren und alle Träger zu retten. Wichtig wäre das Vorziehen der gesetzlichen Erhöhung der Kindpauschalen mindestens auf den Januar 2024. Daher ist die einmalige Überbrückungshilfe ein erster und wichtiger Schritt zu Unterstützung, wird aber nicht ausreichend sein.“

