Mit sieben von 22 Gemeinden liegt der Evangelische Kirchenkreis Bielefeld damit deutlich über dem landesweiten Trend von 12 Prozent der Gemeinden, in denen eine Wahlhandlung stattfindet. Die Wahlbeteiligung lag vor vier Jahren bei rund 5 Prozent. Aufgerufen zur Wahl sind alle Gemeindeglieder ab 14 Jahren.
Die geheime Wahl der Presbyterinnen und Presbyter findet in der Regel im Anschluss an den Gottesdienst bis in den Nachmittag hinein statt. Anschließend werden die Stimmen öffentlich ausgezählt und das Ergebnis durch den Wahlvorstand kundgegeben.
In zwei Gemeinden gibt es in diesem Jahr Besonderheiten. In der Altstädter Nicolaikirchengemeinde findet nach 20 Jahren wieder eine Wahl statt. Hier kandidieren neun Personen für die sechs freien Plätze. Und in der Stiftskirchengemeinde Schildesche haben alle Gemeindeglieder im Vorfeld des Wahlsonntags nicht nur Informationspost von ihrer Gemeinde erhalten, sondern zugleich auch Briefwahl-Unterlagen. Damit soll eine deutlich höhere Wahlbeteiligung als in früheren Jahren erzielt werden.
Superintendent Christian Bald ermutigt alle wahlberechtigten Gemeindeglieder, sich an diesem demokratischen Verfahren aktiv zu beteiligen: „Mit der Kirchenwahl haben alle wahlberechtigten Gemeindeglieder die Möglichkeit, über die Zukunft ihrer Gemeinde mitzuentscheiden. Darum: Machen Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch und gehen Sie am Sonntag wählen.“

