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Jugendkirche Luca bleibt – Kirchenkreis setzt Strukturentwicklung fort

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Die Jugendkirche Luca wird am derzeitigen Standort in der Gunststraße weitergeführt. Das ist das Ergebnis gemeinsamer Beratungen zwischen dem Jugendreferat, dem Kuratorium der Jugendkirche und Vertreter:innen der Kirchenkreisleitung.

 Grundlage war ein aktualisiertes Konzept des Kuratoriums – und eine Neuberechnung der Bauabteilung, die den Einbau einer funktionsfähigen Heizung als rund ein Drittel günstiger ausweist als ursprünglich veranschlagt. 
„Wir freuen uns, dass die Arbeit der Luca am derzeitigen Standort zunächst einmal fortgesetzt werden kann, und werden gemeinsam mit dem Kirchenkreis über Perspektiven der Jugendkirche im Gespräch bleiben“, sagt Malte Hausmann, Kuratorium Jugendkirche Luca. Hausmann weiter: "Wir wissen um den Wert, den die Angebote der Jugendkirche für junge Menschen haben. Wir wollen und werden an Luca festhalten und unterstützen das Ziel, die überarbeitete Konzeption mit Leben zu füllen."

Hintergrund: Aufbruch 2035

Die Entscheidung zur Jugendkirche fällt in einen größeren Zusammenhang. Der Kirchenkreis Bielefeld befindet sich – unter dem Leitwort "Aufbruch 2035. Miteinander Kirche sein" – in einem umfassenden Transformationsprozess, dessen Zielbild spätestens 2035 erreicht sein soll. Zwei strukturelle Entwicklungen bestimmen diesen Prozess. Erstens: Die Mitgliederzahlen sinken – in Bielefeld seit Jahren um mehr als 3 Prozent jährlich. Das hat Konsequenzen für die Gebäudestruktur. Gebäude, die heute untergenutzt sind, binden Ressourcen, die anderswo gebraucht werden. Dabei fließen auch Überlegungen zu einer "klimagerechten Kirche" ein. 

Zweitens: Im Bereich des pastoralen Personals besteht bundesweit Fachkräftemangel. Der angestrebte Versorgungsschlüssel von 1:3000 lässt sich nur durch interprofessionelles Arbeiten in Teams darstellen – was neue Organisationsformen erfordert. Die pastorale Versorgung der Altstadt etwa wird seit dem Ruhestand des letzten Stelleninhabers kontinuierlich durch die pastoralen Kräfte der Region Mitte sichergestellt.

Kooperationsangebot an Klang!Festival

In diesem Kontext ist auch das Vertragsangebot der Gemeindeleitung an den Verein Klang!Festival einzuordnen. Beabsichtigt ist eine transparente und regelbasierte Kooperation – verlässlich für beide Seiten, ausdrücklich auf Fortbestand ausgelegt, auch inmitten der laufenden Veränderungsprozesse. „Wir hätten uns gewünscht, dass das Vertragsangebot als das angenommen wird, was es ist: ein Zeichen von Verlässlichkeit. Dass es anders aufgenommen wurde, ist schade. Die Tür für ein klärendes Gespräch bleibt offen", erläutert Chrstian Bald, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Bielefeld. 
Die Gemeindeleitung ist zu einem moderierten Gespräch mit dem Verein Klang!Festival bereit. Dieses Angebot steht.

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Foto: Aljoscha Heidemann/Ev. Kirchenkreis Bielefeld
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