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Kreissynode hat Haushalt für 2024 beschlossen – Werbung für ökumenische Nutzung von Gebäuden

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Bielefeld, 1.12.2023 | Am Donnerstag, 30. November, hat die Kreissynode, das höchste Leitungsgremium des Evangelischen Kirchenkreises Bielefeld, den Haushalt für das kommende Jahr verabschiedet. Auf der Tagesordnung der 109 stimmberechtigten Mitglieder der Synode stand auch ein gemeinsamer Impuls von Dechant Norbert Nacke von der Katholischen Kirche und Superintendent Christian Bald zur künftigen gemeinsamen Nutzung von Gebäuden in Bielefeld.

Rückblick auf die Landessynode
Die Synode begann mit einem kurzfristig auf die Tagesordnung gesetzten Rückblick auf die Landessynode und den vorausgegangenen Rücktritt von Annette Kurschus von allen Leitungsämtern. Dabei machte Superintendent Christian Bald deutlich, wie sehr diese Vorgänge die gesamte Landeskirche erschüttert und verunsichert habe. Zugleich würdigte er die Entscheidung der ehemaligen Präses, die auf sehr authentische Weise ihre Entscheidung und die damit verbundenen Beweggründe dargestellt habe. Die Evangelische Kirche von Westfalen und mit ihr auch der Kirchenkreis Bielefeld hätten allen Grund zur Dankbarkeit für die geleistete Arbeit der vergangenen Jahre.

Haushaltsplanung für das Jahr 2024
Bereits auf der Kreissynode Anfang 2023 wurde eine weitere Konsolidierung des Haushalts für das Jahr 2024 beschlossen. Nach eingehender Diskussion stimmten jetzt die Vertreter aus Gemeinden und Diensten den Einsparungen in verschiedenen Bereichen mit einem Volumen von rund 1,2 Millionen Euro zu. Verwaltungsleiter Uwe Gießelmann: „Bei den Arbeiten an einem Konsolidierungsplan sind dann in diesem Jahr 2023 zusätzliche Belastungen der kirchlichen Finanzen eingetreten, die Kürzungsanstrengungen zum Teil zunichtemachen.“ Dazu gehören unter anderem die gegenüber der Planzahl für 2023 um 104.002 Euro geringeren Kirchensteuereinnahmen von 12.828.912 für den Kirchenkreis Bielefeld für das Jahr 2024. Hinzu kommen Kostensteigerungen vor allem im Personalbereich um rund 10 Prozent. Entsprechend wurde der Haushalt für das kommende Jahr trotz massiver Einsparungen mit einem Defizit von rund 630 Tausend Euro (im Vorjahr 1,3 Millionen Euro), die aus Rücklagen gedeckt sind, ohne Gegenstimmen beschlossen.

Ökumenische Gebäudenutzung
Auf der Tagesordnung der Synode standen auch erste konzeptionelle Überlegungen zur gemeinsamen Nutzung von kirchlichen Gebäuden von Evangelischer und Katholischer Kirche in Bielefeld vor dem Hintergrund weiterer Einsparungen und der anstehenden Aufgabe von Gebäuden in den kommenden Jahren. Dechant Norbert Nacke warb in seiner Rede vor den Synodalen dafür, den gemeinsamen Auftrag als evangelische und katholische Kirche in Bielefeld in den Blick zu nehmen. Bei diesem Auftrag gehe es nicht um den Erhalt von Strukturen oder Verwaltung von Gebäuden, sondern um die Verkündigung des Evangeliums: „In jedem Quartier in Bielefeld soll auch künftig christliches Leben sein. Die Konfession ist dabei zweitrangig, nicht jedoch der Ritus.“ Wenn es künftig in einzelnen Regionen und Stadtteilen darum gehe, Gebäude aufzugeben, so der Dechant, dann dürfe es nicht passieren, dass sich evangelische wie katholische Kirche vor Ort zugleich zurückziehen. Unter großer Zustimmung der Synode sagte Nacke: „Wenn Sie Überlegungen zur Aufgabe und Umnutzung von Gebäuden haben, dann sprechen Sie mit Ihren katholischen Nachbarn!“

Werbung für kirchliche Berufe
Seit einigen Jahren bereits gibt es in der Evangelischen Kirche intensive Bemühungen zur Nachwuchsgewinnung. Auf der Kreissynode warben Pfarrer Marcus Brünger und Jugendreferatsleiter Malte Hausmann dafür, das Kompassjahr bei jungen Menschen in den Gemeinden noch bekannter zu machen. Die Erfahrungen von mehreren jungen Menschen in Bielefeld zeigten, dass sich diese Form der Berufsorientierung bewährt habe. Denn das Kompassjahr bietet die Möglichkeit, intensive Einblicke in die Arbeitswelt kirchlicher Berufe in den Feldern der Theologie, der Gemeindepädagogik, der Kirchenmusik sowie im Bereich des Religionsunterrichts zu erhalten. Teilnehmende des Kompassjahres erfahren dabei eine intensive pädagogische und persönliche Begleitung. Weitere Infos hierzu auf www.machkirche.de

 

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