Die Kita Paul Gerhardt bekommt ein neues Zuhause. Die Einrichtung des Evangelischen Kirchenkreises Bielefeld zieht mittelfristig ins ehemalige Markus-Gemeindehaus an der Lutherkirche. „Dort haben wir künftig moderne Räume zur Verfügung, die wir langfristig nutzen können“, freut sich Melanie Hoffmann, Geschäftsführerin des Kita-Referats beim Kirchenkreis.
Zurzeit betreut das Paul-Gerhardt-Team rund 50 Kinder in drei Gruppen. Das Gebäude an der Diesterwegstraße stammt aus den 50er Jahren und ist stark modernisierungsbedürftig. Die notwendigen Investitionen sind wirtschaftlich nicht sinnvoll. So trifft es sich gut, dass es eine attraktive Perspektive für ein neues Zuhause gibt.
„Das Markus-Gemeindehaus an der Otto-Brenner-Straße ist vor zwei Jahren zu einer Kita umgebaut worden und bietet beste Voraussetzungen“, freut sich Melanie Hoffmann. Der Umzug steht frühestens im Kita-Jahr 2027/2028 an: „Wir nutzen die Zeit, um alles gut vorzubereiten und die Eltern ausführlich zu informieren und einzubinden.“
Übergangsweise hat die Gesellschaft für Sozialarbeit (GfS) die Räume an der Otto-Brenner-Straße von der evangelischen Kirche gemietet. Angesichts der insgesamt sinkenden Nachfrage möchte die GfS ihren Übergangsstandort mittelfristig wieder aufgeben. Indem der Evangelische Kirchenkreis die Räume übernimmt und mit der Kita Paul Gerhardt einzieht, bleibt der Kita-Standort erhalten.
Die GfS kann die Räume bis Mitte 2027 nutzen. Ob sie die Option zur Verlängerung bis Mitte 2028 nutzen wird, steht noch nicht fest. Daran orientiert sich, ob die Kita Paul Gerhardt 2027/2028 umzieht oder im Kita-Jahr 2028/2029.
„Falls Eltern nach dem Auszug der GfS eine Alternative benötigen, werden wir gemeinsam eine gute Lösung anbieten“, betont Melanie Hoffmann. Die Kita Paul Gerhardt würde am neuen Standort vorerst von drei auf vier Gruppen erweitert, um die zusätzlichen Kinder aufzunehmen. Der Evangelische Kirchenkreis ist dazu in engem Austausch mit dem Jugendamt der Stadt Bielefeld.
Grundstück und Gebäude des jetzigen Kita-Standorts an der Diesterwegstraße gehören der Neustädter Marien-Kirchengemeinde. Deren Gemeindeleitung möchte das Grundstück an zwei Bielefelder Investoren verkaufen, die dort ein Gebäude mit dringend benötigten Wohnungen planen.
