Sein Nachfolger im Amt, Pfarrer Andreas Biermann, schreibt dazu: „Vielen Dornbergern ist Gerd Britze als wortgewaltiger Prediger und treuer Seelsorger in Erinnerung. Unzählige Besuche hat er in großer Treue während seiner Amtszeit gemacht. Daneben war Gerd Britze aber auch ein Mann der klaren Worte. Er sagte, was er dachte, ob das nun auf Beifall stieß oder nicht.
Auch an Gebäuden ist die Handschrift Gerd Britzes zu erkennen. 1969/70 wurde die historische Peterskirche grundlegend renoviert. Ziel war es, die schlichte Schönheit des gotischen Kirchraumes wieder neu zur Geltung zu bringen. Nachdem bereits schon der Kindergarten aus- und umgebaut worden war, ist 1992 das Petersgemeindehaus erweitert und modernisiert worden. Als Heimat der Gruppen und Kreise ist es bis heute mit seiner Möglichkeit der flexiblen Raumnutzung Ort vieler Veranstaltungen der Kirchengemeinde Dornberg.
In den letzten Jahren ist es krankheitsbedingt stiller um Gerd Britze geworden. Trotzdem freute er sich immer über Besuche von Freunden und Weggefährten. Am Mittwoch, den 23. August ist er dann im Dorothee-Sölle-Haus in Schildesche eingeschlafen, wo er die letzten Monate seines Lebens verbracht hatte. „Haltet mich nicht auf, denn der HERR hat Gnade zu meiner Reise gegeben. Lasst mich, dass ich zu meinem Herrn ziehe.“ (1. Mose 24, 56) Dieses Bibelwort hat Gerd Britze selbst für seinen Abschied von dieser Welt ausgewählt, es passt aber auch zu seinem irdischen Leben und Wirken.“

