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Seit 30 Jahren ein Tisch für alle

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Der Bielefelder Tisch versorgt Menschen mit warmen Mahlzeiten, Lebensmitteln und Kleidung. Unterstützung erhält die Initiative dabei auch von der Evangelischen Kirche Bielefeld.

Was 1996 mit bescheidenen Mitteln begann, ist heute für viele Menschen in Bielefeld zu einer wichtigen Anlaufstelle geworden: Der Bielefelder Tisch feiert sein 30-jähriges Bestehen. Vom 22. bis zum 27. Juni 2026 lud der gemeinnützige Verein anlässlich seines Jubiläums täglich von 12 bis 13 Uhr zu einem kostenlosen Mittagessen ein. Unter dem Motto „Mittagessen für alle“ könnten Besucherinnen und Besucher die Arbeit des Vereins an der Heeper Straße kennenlernen.

Der Bielefelder Tisch versteht sich nicht allein als Suppenküche und Ausgabestelle für Lebensmittel. Er möchte Menschen, die von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen sind, auch Gemeinschaft, Aufmerksamkeit und ein offenes Ohr bieten. Zum Angebot gehören warme Mahlzeiten, Lebensmittelhilfen und eine Kleiderkammer. Hinzu kommen soziale und seelsorgliche Beratung sowie eine medizinische Erstversorgung.

Die Hilfe erreicht nach Angaben des Vereins wöchentlich bis zu 1.000 Menschen – einschließlich der Familienangehörigen, die durch die ausgegebenen Lebensmittel mitversorgt werden. An einem Öffnungstag gibt der Bielefelder Tisch demnach zwischen 200 und 250 warme Mahlzeiten sowie 50 bis 100 Lebensmittelpakete aus.

Grundsätzlich können Menschen unabhängig von Alter, Herkunft oder Religionszugehörigkeit zum gemeinsamen Mittagessen kommen. Eine Prüfung der Bedürftigkeit findet beim Essen nicht statt. Auch Salate, Nachtisch und ein Getränk gehören nach Angaben des Vereins zur Mahlzeit.

Getragen wird die Arbeit von haupt- und ehrenamtlichem Engagement sowie von Spenden. Unternehmen, Vereine, Privatpersonen und Kirchengemeinden helfen mit Lebensmitteln, Geld und Kollekten. Auch die Evangelische Kirche Bielefeld unterstützt den Bielefelder Tisch. So sammelt etwa die Evangelische Apostelkirchengemeinde regelmäßig Kollekten für die Arbeit und gibt ihre Erntedankgaben an den Verein weiter. In der Evangelisch-Lutherischen Stiftskirchengemeinde Schildesche stehen das ganze Jahr über Sammelkörbe für Lebensmittel- und Geldspenden bereit. Auch die Gaben aus den Kindertagesstätten und dem Erntedankgottesdienst werden dem Bielefelder Tisch zur Verfügung gestellt.

Das Jubiläum ist nicht nur Anlass für einen Rückblick. Es macht auch deutlich, wie wichtig verlässliche Solidarität in einer Stadt ist. Seit 30 Jahren schafft der Bielefelder Tisch einen Ort, an dem Menschen nicht nur etwas zu essen bekommen, sondern auch Gemeinschaft erleben. Damit das so bleibt, ist der Verein weiterhin auf Menschen, Gemeinden und Unternehmen angewiesen, die Lebensmittel geben, Geld spenden oder sich ehrenamtlich engagieren.

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Beim Jubiläum dabei (v-l.nr.): Superintendent Christian Bald, Sozialplaner Sören Wiebusch, Sozialpfarrer i.R. Matthias Blomeier, Peter Sudermann, Ulrich Wienstroth (1. Vorsitzender Bielefelder Tisch e.V.), Sozialdezernent Ingo Nürnberger, Silke Aron (Leitung des Büros für Sozialplanung), Oliver Wittler (Geschäftsführer der REGE) und Stefanie Müller. Foto: Dagmar Bald
Beim Jubiläum dabei (v-l.nr.): Superintendent Christian Bald, Sozialplaner Sören Wiebusch, Sozialpfarrer i.R. Matthias Blomeier, Peter Sudermann, Ulrich Wienstroth (1. Vorsitzender Bielefelder Tisch e.V.), Sozialdezernent Ingo Nürnberger, Silke Aron (Leitung des Büros für Sozialplanung), Oliver Wittler (Geschäftsführer der REGE) und Stefanie Müller. Foto: Dagmar Bald
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