Superintendent Christian Bald, der mit weiteren Amtskolleg*innen während der persönlichen Erklärung anwesend war: „Mit Betroffenheit und tiefem Respekt habe ich gemeinsam mit einigen Kolleg*innen im Superintendentenamt die Entscheidung der Präses zur Kenntnis genommen. Wesentlich war dabei für meine Wahrnehmung die zum Ausdruck gebrachte Gewissheit, mit sich selber ‚im Reinen‘ zu sein. Auf sehr authentische Weise hat Annette Kurschus ihre Entscheidung und die damit verbundenen Beweggründe dargestellt. Deutlich wurde, dass für Annette Kurschus in allen Vollzügen ihrer Amtsführung und also auch am Ende, ihre Liebe zu ihrer Kirche handlungsleitend gewesen ist. Die Evangelische Kirche von Westfalen und mit ihr auch der Kirchenkreis Bielefeld haben allen Grund zur Dankbarkeit für die geleistete Arbeit der vergangenen Jahre. Annette Kurschus zeigte stets eine theologisch grundierte Aufmerksamkeit für Themen und gesellschaftliche Entwicklungen der Zeit, die sie in ihren Leitungsämtern „aus der Mitte des Evangeliums“ heraus anzusprechen wusste. Ihre wohltuend differenzierten Ansagen waren kirchliche Orientierung in orientierungsloser Zeit. Ihre Stimme wird uns fehlen.“
Mit ihrer Entscheidung, so Kurschus in ihrem Statement, wolle sie erreichen, dass auf keinen Fall Erfolge gefährdet werden könnten, die man in der Aufarbeitung und Bekämpfung sexualisierter Gewalt gemeinsam mit Betroffenen in vielen Jahren errungen habe. „Und die es weiterhin zu erringen gilt. Für die Menschen, die hier an der Arbeit sind, stehe ich. Ihnen will ich nicht mit Schlagzeilen durch einen Verbleib im Amt schaden.“
Zum Wortlaut der persönlichen Erklärung von Annette Kurschus hier
Auch im Evangelischen Kirchenkreis Bielefeld gibt es die Fachstelle zur Prävention sexualisierter Gewalt. Hier finden Sie neben dem Schutzkonzept auch Ansprechpersonen und weiterführende Links.

