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Anstoßen aufs Leben!

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Freitag, 25.09.2026 | 18.00 Uhr | Peter-und-Pauls-Kirche Heepen, Heeper Straße 437, 33719 Bielefeld

Abendmahl mal anders

Wie Menschen an einer festlich gedeckten Tafel über den Glauben ins Gespräch kommen.

Zusammen essen und trinken ist seit den Anfängen des Christentums ein wichtiger Bestandteil des Glaubenslebens. Die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Heepen-Oldentrup in Bielefeld probiert aus, wie ein alternatives „Abendmahl“ zu einer neuen Form von Gemeinschaft führen kann.

Die alte Peter-und-Pauls-Kirche erzählt ohne Worte davon, dass hier seit über 1000 Jahren Bauern um Regen gebetet haben – oder um ein paar trockene Tage für die Ernte, Frauen um Schwangerschaften – viele vielleicht auch darum, nicht schwanger zu sein, und Fußball-Fans um den Aufstieg. Dass hier Witwer ihre jung verstorbenen Frauen beweint haben und Bräute ein Ja gestammelt.

Und nun: Eine mit Kerzen, Blumen, Weingläsern, Servietten festlich geschmückte Tafel steht im Südschiff der Kirche. Die Stirnseite läuft direkt auf ein Kunstwerk zu, das an einer Wand des Seitenschiffs hängt; in seiner Mitte ein Jesuskopf aus dem Mittelalter, wahrscheinlich der Rest eines Kruzifixes. Jesus als Gastgeber dieser Mahlsgemeinschaft.
Aber: Abendmahl ganz anders – nicht steif, nicht formal, nicht schuldbeladen. Dafür berührt sein von Gottes Nähe.

„Schön, dass du da bist!“ wird es wieder am letzten Freitag im September um 18.00 Uhr in der Peter-und-Pauls-Kirche heißen.
In lockerer, einladender Atmosphäre, bei Musik, Snacks, einem Glas Sekt – auch alkoholfrei – darf man sich unterhalten, worüber man will. Alles ist locker und ungezwungen – wie bei anderen Feiern auch.
Einzelne werden erzählen, wo Gott sie berührt, was sie bewegt, was sie trägt. Und alle, die sich darauf einlassen, spüren die Tiefe des Moments.

„Anstoßen aufs Leben“ hebt sich bewusst ab von Gottesdiensten, in denen das „Zeugnisgeben“ Tradition hat. Es gibt weder Ansprüche noch unterschwellige Aufforderungen. Das Ziel ist nicht, Menschen zu bekehren. Es geht nur um die Einladung, mich daran zu erinnern oder neu zu entdecken: So fern ist Gott nicht – auch wenn ich ihn nicht sehe und er meine Gebete nicht direkt beantwortet.
Aus dem klassischen Gottesdienst gibt es nur ein einziges Element: Zum Schluss wird ein Segenslied gesungen. Der Liedzettel liegt als Röllchen neben jedem Teller. Aber ansonsten: kein Talar, kein gesprochener Segen, kein Gebet, kein Votum. Überhaupt nichts, wo ich wissen muss, wie es geht, um mitmachen zu können.

Seien Sie dabei, das Team von „Anstoßen aufs Leben“ freut sich auf Sie.

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