Für Brot für die Welt haben im vergangenen Jahr bundesweit mehr Menschen gespendet. Gleichzeitig hat das Entwicklungswerk rund eine Million weniger Spenden und Kollekten erhalten. In ganz Westfalen kamen 2025 insgesamt rund 5,63 Millionen Euro zusammen – fast eine Million Euro mehr als im Jahr zuvor. Geld wurde in allen 26 Kirchenkreisen der Evangelischen Kirche von Westfalen gesammelt. Im Kirchenkreis Bielefeld waren es 336.940,12 Euro an Spenden und Kollekten.
"Im Engagement von „Brot für die Welt“ wird der Geist der christlichen Nächstenliebe in besonderer Weise sichtbar. Ich freue mich sehr und bin dankbar dafür, dass so viele Menschen in Bielefeld diese Arbeit mit ihrer Spende unterstützen. Das gilt besonders jetzt, da Bundesmittel für die internationale Entwicklungszusammenarbeit empfindlich gekürzt werden“, erklärt Christian Bald, Superintendent des Ev. Kirchenkreises Bielefeld..
Die leicht gesunkenen Spenden, Kollekten und Nachlässe konnten vor allem durch die Mittel der Bundesregierung und des Kirchlichen Entwicklungsdienstes kompensiert werden. Brot für die Welt hatte so rund neun Millionen Euro mehr zur Verfügung, um Partnerorganisationen in der Entwicklungszusammenarbeit zu unterstützen.
Insgesamt standen dem Entwicklungswerk der evangelischen Kirchen und Freikirchen für seine Arbeit 341,7 Millionen Euro zur Verfügung. Brot für die Welt hat im vergangenen Jahr weltweit rund 3.000 Projekte gefördert. Regionale Schwerpunkte waren wieder Afrika und Asien.
Rund 89,8 Prozent der verwendeten Mittel, 293,9 Millionen Euro, hat Brot für die Welt für die Programmarbeit ausgegeben. Im Fokus der Arbeit lag Ernährungssicherung und Armutsbekämpfung. Für Werbe- und Verwaltungsaufgaben wurden rund 10,2 Prozent eingesetzt. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) bewertet den Anteil der Werbe- und Verwaltungsausgaben an den Gesamt-ausgaben als angemessen.
Die Kürzungen der Bundesregierung im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit zeigen sich noch nicht in den zur Verfügung gestellten Mitteln im vergangenen Jahr. Trotzdem schränken die angekündigten Kürzungen schon jetzt die langfristige Arbeit des Werkes ein, da weniger neue Partner gefördert werden können und Projekte weltweit auslaufen werden.
Brot für die Welt setzt sich als Nichtregierungsorganisation und Werk der evangelischen Kirchen für globale Gerechtigkeit, Frieden und Bildung sowie gegen Hunger und Armut ein. Gemeinsam mit mehr als 1.600 Partnerorganisationen ermöglicht Brot für die Welt in 77 Ländern, dass benachteiligte Menschen ihre Lebenssituation aus eigener Kraft nachhaltig verbessern.

