Die Zahl ist beeindruckend: Mehr als 1.900 haupt- und ehrenamtlich engagierte Menschen im Ev. Kirchenkreis Bielefeld haben seit 2023 Schulungen für die Prävention sexualisierter Gewalt absolviert. „Wir gestalten Kirche als sicheren Ort“, betont Christian Bald, Superintendent des Ev. Kirchenkreises Bielefeld.
Zugleich appelliert der leitende Theologe an alle Verantwortlichen, weiter für die Schulungen zu werben, um sexualisierte Gewalt zu verhindern: „Wir sind noch nicht fertig.“ Besonders ehrenamtlich tätige Menschen sollen auf die Schulungen hingewiesen werden, die von der Fachstelle Prävention des Kirchenkreises gestaltet werden. Etwa die Hälfte der über 1.900 Schulungsteilnehmenden sind Ehrenamtler, die übrigen arbeiten als Leitungskräfte, pädagogische Fachkräfte oder in der Verwaltung.
Ein weiteres Ergebnis der Präventionsarbeit: Alle Gemeinden und sonstige Körperschaften im Kirchenkreis haben Schutzkonzepte erarbeitet – individuell an die jeweiligen Gegebenheiten angepasst. Die Konzepte definieren Ziele, Standards und Abläufe, benennen Risiken und Gegenmaßnahmen, um den Alltag vor Ort so zu gestalten, dass Grenzverletzungen vermieden werden, das Ansprechen von Irritationen möglich ist und sexuellen Übergriffen wirksam vorgebeugt wird.
Ein Baustein in der Arbeit ist die Woche der Prävention im Evangelischen Kirchenkreis Bielefeld. Sie findet in diesem Jahr bereits im Oktober statt und macht verschiedene Angebote rund um das Thema. Auch dies soll dazu beitragen, Kirche zu einem Ort zu machen, an dem sich alle sicher und wohlfühlen können.

