Im „Lehrhaus“ wird gemeinsam mit der Theologin Dr.in Luise Metzler das Buch Genesis gelesen. Es erzählt vom Ergehen der Erzeltern Israels, die sich aus ihrer Heimat in ein fremdes Land aufgemacht haben. Wie Migrant*innen weltweit erleben sie und ihre Nachkommen Gutes und Schlimmes. Sie geraten in gefährliche Situationen, erfahren Gutes und Gewalt und verhalten sich selbst nicht nur gut, sondern auch ungerecht und fragwürdig. Im Schwerpunkt steht die Geschichte von Josef und seinen Geschwistern, deren Weg letztlich nach Ägypten, dem Land der Sklaverei, führt. Die biblischen Texte bringen wir mit den Lebenserfahrungen der Teilnehmenden in Verbindung und deuten sie – auch politisch und sozial - für unsere Gegenwart.
Im "Lehrhaus" wird Textkompetenz und kritische Lesefähigkeit eingeübt:
Die Teilnehmer*innen werden befähigt, religiöse und historische Texte, insbesondere biblische Schriften, selbstständig zu lesen und deren tiefere Bedeutungen zu erschließen.
Das Lehrhaus fördert nicht nur die intellektuelle Auseinandersetzung mit biblischen Texten, sondern auch die persönliche und gesellschaftliche Reflexion der Teilnehmenden. Es bietet einen Raum für den interdisziplinären Austausch, der sowohl das historische Wissen vertieft als auch die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen im Hinblick auf Migration, Gerechtigkeit und zwischenmenschliche Beziehungen thematisiert.
Das Lehrhaus ist offen für alle. Eine theologische Vorbildung ist nicht nötig. Kommen Sie dazu! Wir freuen uns auf Sie.
Referentin: Dr.in Luise Metzler, ev. Theologin, wurde 2015 in Basel für ihre Doktorarbeit mit dem "Marga-Bühring-Preis" für herausragende Arbeiten im Bereich der feministischen Befreiungstheologie ausgezeichnet.
Die Veranstaltung ist kostenfrei
Kontakt und Anmeldung: Dr.in Luise Metzler, Mail: lehrhaus@gmx.de, Tel.: 0521/392828

